Die innere Stimme - "wir sind viele"

Glaubenssätze, Projektionen und Emotionen- Strategien rund um die Seele
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apfelsine
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Die innere Stimme - "wir sind viele"

Beitrag von apfelsine » Mo 26. Mär 2018, 15:17

Vorneweg : Nein, es gibt leider keine einfache Antwort. Aber ich will versuchen dir ein paar Methoden vorzustellen die manchem dabei geholfen haben.

Es wurde oft angesprochen, das es schwierig ist die innere Stimme zu identifizieren. In der Tat gibt es viele Aspekte in uns die miteinander in Kommunikation treten. Manche bewusst, sehr viele unbewusst und sie üben so einen unglaublichen Einfluss aus.
Wenn ich mit meinem Fuß rede, und ihn frage, wieso er schmerzt, dann wird er mir vielleicht in Bildern antworten. Vielleicht aber auch scheint er sich glatt ausschweigen zu wollen. Vielleicht ist manchmal die Antwort auf die Frage die ich mir stelle nicht so einfach zu beantworten oder ich werde so von Impulsen überflutet, das alles in einem endlosen Geschnatter untergeht.
Wir sind viele Aspekte und nicht alle sind mir bewusst. Wie also weiß ich denn nun, wer meine innere Stimme ist?
Wer ist es, der mich dazu führt, das ich Impulsen folge die mich aufstehen lassen, um ein neues Projekt zu planen oder ein Auto zu kaufen?
Jeder für sich kann das nur bei sich selbst herausfinden dadurch das er mit sich selbst in Kontakt geht und lernt zu sehen,
woher seine Impulse stammen. Ist es ein heißer Wunsch, der sich als aus dem Ego oder aus dem Mangel geboren entpuppt?
Ist es nur ein unbewusster-Teilaspekt, der sich nicht gehört fühlt und dich antreibt deine Stimme zu erheben?
Ist es dein ewig nagendes Gefühl "Nicht gut genug" zu sein. "Nicht gehört zu werden" "Nicht geliebt zu sein..." ?
Anteile die nicht in dir integriert sind, weil du sie von dir weg geschoben hast, weil du es nicht anders wusstest...?
Und bist du dir der Überlebensstrategien bewusst, die du dir angeeignet hast, um diese seelischen Grund-Bedürfnisse zu befriedigen?
Welche Stimme spricht also, wenn du heute etwas fühlst ? Wie gehst du in Kontakt mit dir?
Wie schöpfst du aus dem großen Ganzen das du auch bist?

Das Große Ganze... es schnattert nicht.
Es fühlt sich ewig an.
Du kannst es spüren zwischen deinen Atemzügen in der Unendlichkeit.
Wenn alles in dir still geworden ist, es zu fühlen . DICH zu fühlen. EINEN Moment. Ein Atemzug. In dieser Ewigkeit ist alles gleichwertig und in der Achtsamkeit darin kannst du irgendwann den Strom des Lebens spüren, wo er dich hinführen mag.

Und dann ist der Moment vorbei, du befindest dich metaphorisch auf der Straße des Lebens und die Autos hupen und alle Gedanken strömen auf dich ein, die dir vorgaukeln, das du "das" wärest.

Der Verstand, der nur das erlebte kennt und dir vorquakt, das er doch genau wissen muss, was morgen kommen mag.
Die innere Stimme ... finde sie in deiner Ruhe, in der Stille des Selbst. ...

EDIT
Es ist wie immer ich bin noch nicht fertig 8-)

Der Atem verbindet dich mit deiner Seele, sie be-atmet dich. Du kannst sie noch bewusster über den Körper fühlen, ihr goldenes Licht einatmen, dich durchströmen lassen von ihr bis in die letzte Haarspitze und den letzten Zeh.

Vielleicht wird es leichter im Dialog. Wenn jemand eine Frage dazu hat...?
"In jedem negativen Anteil steckt genauso ein positiver Kern, wie in jedem guten Anteil ein Potential zur Zerstörung liegt."

Virginia Satir

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