Jenseits der Thesen - Jenseitskontakte und Jenseitswissen


Um den Aufbau des Jenseits besser verstehen zu können, bedarf es wie in allen Wissenschaften der Erläuterung anhand gängiger, leicht verständlicher Modelle. Viele Jenseitsforscher / Medien versuchten bereits solche Modelle aufzustellen, stets geprägt durch die jeweilige Sicht des Mediums. Wir gehen davon aus, dass das Jenseits folgendermaßen zu verstehen ist: Der Aufbau ist nicht räumlich, sondern nur als ein Beispiel zu verstehen, wie Seelen gemäß ihrer geistigen Reife (Bewusstsein) auftreten, denken und agieren.

Hinlänglich bekannt ist, dass wir Menschen je nach emotionalem Befinden mal offener für eine übergeordnete Sichtweise und dann wieder verschlossener gegenüber unseren Horizont übersteigende Thematiken sind. Wenn wir sehr auf unsere eigenen Probleme fixiert sind, haben wir selbstverständlich keinen Sinn dafür, uns mit globaleren Problematiken zu befassen. Wir haben durch die Fixierung auf uns selbst ein darauf reduziertes Bewusstsein. Sind wir dazu noch deprimiert und hängen in immer wiederkehrenden Denkschleifen fest, sprechen wir auch von einem erdnah schwingenden Bewusstsein. Sind wir hingegen in der Lage uns auch auf übergeordnete Szenarien einzulassen, schwingen wir höher. Bewusstsein ist zeitlebens Schwankungen unterworfen und unmittelbar nach dem Übergang verhält es sich noch ähnlich.

Normalerweise erfahren die Seelen nach ihrem Übergang einen beträchtlichen Bewusstseinsschub ihnen wird klar, dass sie weiter existieren und kurz darauf treffen sie einige ihrer Seelenverwandten wieder, lernen ihren Guide kennen und öffnen sich mehr und mehr den jenseitigen Gegebenheiten. Allerdings gibt es auch Ausnahmen, nämlich dann, wenn Menschen hinüber gehen, denen es hier zuletzt emotional nicht gut ging, die sehr auf ihr irdisches Leben fixiert waren und durch diverse Umstände unfähig waren, über ihre persönlichen Belange hinaus zu blicken. Solche Seelen können unter bestimmten Faktoren nach dem Übergang Probleme mit der Anpassung an ihre veränderte Daseinsstruktur haben.

Es kann sein, dass sie verwirrt und verloren nicht wissen, wohin sie sollen. Wie bereits erwähnt, befinden sie sich schwingungsmäßig dann im erdnahen Bereich, lediglich ohne biologischen Körper. Eine Bewusstseinserweiterung fand in diesen Fällen nicht statt. Jede Seele ist individuell und erlebt dort ihre ureigene Geschichte. Manche leben dort für sich, sehen nichts und niemanden, sind in ihre eigenen Gedanken, Emotionen vertieft, leben vielleicht sogar so weiter, wie vor ihrem Tod, weil sie diesen gar nicht vergegenwärtigt, oder einfach verdrängt haben, suchen aber ihre Lieben, glauben, dass Diese gestorben seien. Andere Seelen können Menschen wahrnehmen und versuchen auf sich aufmerksam machen (poltern ein wenig). Deutliche Aufmerksamkeit erlangen sie eigentlich nur bei Medialen. Sie bleiben gern in der Nähe medialer Menschen, damit sie sich nicht so allein fühlen. Man kann sagen, Mediale sind ein "Leuchtturm in der Dunkelheit" für solche Seelen.

Einige dieser schon länger in solcher Situation festhängenden Seelen sind verbittert und manche sogar bösartig. Sie wollen ihren Ärger irgendwie kompensieren, tauchen daher gern bei ahnungslosen Ouija-Boardern auf und müssen schon etwas vehementer wieder in ihre Grenzen gewiesen werden. Man kann sagen, dass solchen Seelen oft nur durch ein gut ausgebildetes Medium geholfen werden kann, da die Schwingung des Mediums der Seele näher ist, als die der Guides. Das bedeutet, das Medium wird von der Seele eher wahr genommen und kann der Seele dann helfen, ihr Bewusstsein zu erweitern, so dass ein Übergang in die Astralebenen möglich ist und die Seele dann auch ihren Guide wahrnehmen kann.

Der Normalfall ist wie bereits angegeben jedoch nicht. Ein an natürlichem Tode Verstorbener (auch Unfalltod zählt dazu) verspürt einen starken Sog und fliegt durch eine Art "Tunnel". Nach kurzer Zeit kommt die Seele im ihrem Bewusstsein, auch ihrer Vorstellung entsprechenden Bereich der Ankunftsebene an. Die Ankunftsebene kann wie eine Wiese, ein schöner Park, oder eine Lichtung innerhalb eines Wäldchens aussehen. Dort wird die Seele von ihren schon hinüber gewechselten Seelenverwandten (Eltern, Großeltern, o.ä.) empfangen, lerntschnell ihren Geistführer ( Guide) kennen und erfasst dann langsam, wieso sie inkarnierte, verarbeitet schließlich in unterschiedlicher Geschwindigkeit ihr vergangenes Leben.

Besonders traumatisierte Menschen erleben diesen Übergang nicht in dieser Art, sondern werden direkt in die Ebene des Sanatoriums zum Verarbeiten ihres Lebens gezogen, manchmal auch bewusst dort hin geführt. Der Aufenthalt richtet sich dann nach Heftigkeit der Traumata und dem Vermögen der jeweiligen Seele, diese mit Unterstützung der jenseitigen Helfer verkraften zu können. Kontakt zu diesen sich teils im Heilschlaf befindlichen Seelen ist nicht möglich. Oft wird der Kontakt verhindert, damit die Seelen drüben ungestört bleiben. In solchem Fall kann nur der Guide der Seele über deren Befinden befragt werden. Ankunftsebene und Sanatorium sind Teil der Astralebenen. Hier hat die Seele noch ihren irdisch wirkenden Astralkörper, der sich aber mit etwas Übung verändern lassen kann. So zeigen sich manche Seelen bei Readings mit anderen Haarfarben, anderen Frisuren, tragen keine Brille mehr, wirken gesund, schlanker und vielfach jünger, sind aber dann an ihren Aussagen zu erkennen.

Die Astralebene unseres Inkarnationssystems ähnelt sehr der Erde. Dort kann man wunderschöne Landschaften bewundern und jede Seele sieht, was sie gern sehen würde, bzw. was sie zu sehen erwartet. Die verschiedenen Ebenen sind wie irdische Kontinente. Da dort keine lineare Zeit existiert, ist es der Seele möglich, sich bei ihrer Beerdigung bemerkbar zu machen, wenn sie schon gelernt hat, wie das funktioniert und sofern sie es sehen möchte. Viele Seelen interessieren sich für diese Zeremonie und richten ihr Augenmerk darauf, aber nicht alle dürfen Zeichen schicken, sondern müssen auf die Inkarnationspläne ihrer Hinterbliebenen Rücksicht nehmen. Manche Seelen zieht die Rückschau auf ihr Leben aber emotional wieder herunter, so dass sie sich die Beerdigung erst zu einem viel späteren Zeitpunkt anschauen können.

Der Inkarnationsplan der hinüber gegangenen Seele selbst ist erst abgeschlossen, wenn sie bewusst genug ist, auf die Lichtebenen zu wechseln. Bevor das jedoch möglich ist, muss sie jegliches irdische Denken abgelegt haben. Besonders religiöse Fanatiker haben es nach dem Übergang schwer, da sie von der Richtigkeit ihres Glaubens als absolute Wahrheit total überzeugt sind und sich selbst und anderen keinen Raum für eine erweiterte Sichtweise lassen. Sie können, überzeugt die komplette und einzige Wahrheit zu kennen, lange Zeit in einer Art Scheinhimmel, oder aber auch Scheinhölle verbringen. Gelingt es ihnen jedoch, irgendwann über ihre enge irdische Lebensanschauung hinaus Erkenntnis zu gelangen, können auch sie sich auf den Weg in die Ebenen des Lichts begeben. Die Hilfe ihrer Guides ist ihnen dabei gewiss.

Vor dem Übergang ins Licht legen Seelen neben ihrem begrenzten Denken auch ihren noch irdisch aussehenden Astralkörper ab. Die Schwingungshöhe des Lichts ist sehr hoch, dort existiert nur reine Nächstenliebe. Seelen sind reine, feinstoffliche Energie, ihr Aussehen ist unbeschreiblich und stellt sich jedem Medium aufgrund seiner individuellen Filter anders dar.

Zwecks eines Jenseitskontaktes gerufene Seelen aus dem Licht zeigen sich meist bewusstseinsreduziert (gesenkt auf die Astralebenen-Schwingung), damit man sie erkennen und somit beschreiben kann. Hier versetzt sich die Seele kurzfristig wieder in ihr früheres Leben, wird der ehemals inkarnierten Person wieder ähnlich, durchlebt teilweise wieder die früheren Emotionen. Ein gut ausgebildetes Medium kann an der Schwingung der Seele während sie sich nähert resp. senkt erkennen, auf welchem Level sich diese befindet (noch astral oder bereits im Licht). Meist geben die Guides auch darüber Auskunft. Es ist für "niedrig schwingende" Seelen sehr schwer, diese Schwingung vorzutäuschen. Ein gutes Medium erkennt auch im Verhalten und anhand der Antworten, wie weit die Seele schon Bewusstsein erlangen konnte.

Die Lichtebenen sind in Interessensbereiche aufgeteilt. Man kann sich das so vorstellen, wie Fachhochschulen, die von den Seelen frequentiert werden, damit sie sich weiter entwickeln können (vgl. Abkürzungen/Erläuterungen in Kurzform ). Um wieder zu inkarnieren, finden sich ganze Seelenverbände (Seelenfamilie) im sogenannten Haus ein und planen dort im Zusammenspiel mit übergeordneten Inkarnationsplanern ihre nächste Inkarnation. Das Haus bildet eine Art Schnittpunkt in andere Inkarnationssysteme. Von dort aus kann also auch auf andere Planeten, Bewusstseinsebenen (Guideebene beispielsweise), oder in fremde Systeme inkarniert werden.